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IG BAU kritisiert „Gelegenheits-Visiten“ im Ennepe-Rur-Kreis

Zoll kontrollierte 42Prozent weniger Baustellen


Bochum-dortmund, 29.06.2017
Bauunternehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis müssen immer seltener damit rechnen, Besuch vom Zoll zu bekommen. Im gesamten Bereich des Hauptzollamts Dortmund prüften die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 440 von 2550 Baubetrieben. Das sind 42 Prozent weniger als noch 2014, teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Bauunternehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis müssen immer seltener damit rechnen, Besuch vom Zoll zu bekommen. Im gesamten Bereich des Hauptzollamts Dortmund prüften die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 440 von 2550 Baubetrieben. Das sind 42 Prozent weniger als noch 2014, teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Die IG BAU Bochum-Dortmund spricht von „Kontrollen auf Lücke“. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sei lediglich zu „Gelegenheits-Visiten auf dem Bau“ in der Lage. Allein im Ennepe-Ruhr-Kreis, in dem die FKS vom Hauptzollamt Dortmund kontrolliert, gebe es immerhin 237 Bauunternehmen. „Da kann sich jeder Bau-Boss ausrechnen, dass der Zoll ihm nur alle paar Jahre mal auf die Finger guckt“, kritisiert Bezirkschefin Gabriele Henter.

Die Zoll-Statistik geht auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums zurück, die der IG BAU vorliegt. Demnach leitete die FKS beim Hauptzollamt Dortmund im vergangenen Jahr 619 Ermittlungsverfahren im Baugewerbe ein. Dabei deckten die Beamten Schäden in Höhe von rund 21 Millionen Euro auf. Dazu gehören hinterzogene Steuern und nicht gezahlte Sozialabgaben. Um schwarzen Schafen wirksam das Handwerk zu legen, müsse der Zoll deutlich mehr kontrollieren. Die FKS solle daher rasch auf bundesweit 10 000 Kontrolleure aufgestockt werden, fordert die IG BAU.

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