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IG BAU Bochum-Dortmund warnt vor steigender Altersarmut für Frauen


Bochum, 04.11.2016
49 700 Frauen in Bochum arbeiteten Ende letzten Jahres in Teilzeit, in Mini-Jobs oder als Leiharbeiterin. Damit machten sie 66 Prozent der „atypischen Beschäftigung“ aus, wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt daher vor zunehmender Altersarmut bei Frauen.

Dabei seien Zeiten der Schwangerschaft oder Kindererziehung nicht einmal berücksichtigt. „Wenn Politik und Wirtschaft nichts unternehmen, werden Frauen bei der Rente immer öfter zu Verliererinnen“, sagt Heinz Wessendorf, Bezirkschef der IG BAU Bochum-Dortmund. Besorgniserregend sei, dass Teilzeit immer mehr zum Normalarbeitsverhältnis für Frauen werde. So gab es in Bochum zuletzt 27 630 Arbeitnehmerinnen in Teilzeit: 51 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Dem gegenüber waren Ende vergangenen Jahres nur 8670 Männer in Teilzeit beschäftigt.

Unternehmen und Politik müssten gegensteuern, fordert Wessendorf. „Statt Frauen nur für wenige Wochenstunden einzustellen, sollten Firmen vollwertige Jobs schaffen.“ Eine zentrale Voraussetzung für höhere Renten sei die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, so der Gewerkschafter. Eine weitere Maßnahme wäre, so die IG BAU, Phasen der Erwerbslosigkeit in der Rentenversicherung aufzuwerten. Schwangerschaft und Erziehung müssten anerkannt werden – zum Beispiel durch Extra-Rentenpunkte.

Presseartikel:
http://www.radio912.de/infos/dortmund/nachrichten/art749,1341525

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/gewerkschaft-warnt-vor-altersarmut-aimp-id12329717.html

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