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Für die Bau-Azubis gibt es eine Lohn-Kelle extra


Dortmund, 21.06.2016
Für den Nachwuchs auf dem Bau gibt es eine Lohn-Kelle extra: Vom angehenden Maurer bis zum Zimmerer-Lehrling bekämen die rund 80 Bau-Azubis in Herne ab Juni mehr Geld, berichtet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Vergütungen stiegen je nach Ausbildungsjahr zwischen 26 und 47 Euro pro Monat. Im ersten Lehrjahr mache das ein Plus von 6,6 Prozent aus, teilt die IG BAU mit.
Während einer dreijährigen Ausbildung komme ein Azubi auf dem Bau damit im Schnitt auf 1090 Euro pro Monat. Im dritten Lehrjahr seien es sogar 1400 Euro.

Während einer dreijährigen Ausbildung kommt ein Azubi auf dem Bau damit im Schnitt auf 1.090 Euro pro Monat. Im dritten Lehrjahr sind es sogar 1.400 Euro. „Mit dieser kräftigen Erhöhung wird die Ausbildung bei den heimischen Baufirmen deutlich attraktiver“, ist Heinz Wessendorf von der IG BAU Bochum-Dortmund überzeugt.

Die Gewerkschaft hatte das Azubi-Plus in der letzten Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe durchgesetzt. Im kommenden Jahr steigen die Vergütungen in einer zweiten Stufe ein weiteres Mal.

Damit liegt die Baubranche beim Azubi-Verdienst weiter an der Spitze. Dies hat das
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einem deutschlandweiten Vergleich der
gängigsten Ausbildungsberufe ermittelt. Ein angehender Straßenbauer verdient
demnach deutlich mehr als ein Auszubildender zum Mechatroniker oder zum
Versicherungskaufmann. Im bundesweiten Durchschnitt liegen die
Ausbildungsvergütungen nach Angaben des BIBB derzeit bei 826 Euro im Monat.


„Das Lohn-Plus ist ein Signal, dass sich die Bauberufe bezahlt machen. Wer körperlich schwer arbeitet, muss auch ordentliches Geld bekommen“, sagt Bezirkschef Wolfgang Berkes. Das sei für die Zukunft der Branche insgesamt wichtig. Denn in Bochum-Dortmund blieben noch immer viele Lehrstellen im Handwerk unbesetzt. Hier seien bessere Vergütungen und Ausbildungsbedingungen ein wichtiges Mittel, um weiterhin Nachwuchs für den Bau
zu gewinnen, so der Gewerkschafter.

Zudem sollen den Azubis künftig die Fahrt- und Übernachtungskosten zur Berufsschule erstattet werden, wenn diese weit vom Betriebssitz entfernt liegt. IG BAU und Arbeitgeber wollen dazu eine gemeinsame Initiative bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung starten.

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